der Lungenriss beim Freitauchen

Es kann vorkommen, dass in einer Tiefe von z.B. 10 m ein Freitaucher von einem Gerätetaucher unter Wasser Luft verlangt. In dieser Tiefe ist die eigene Lunge auf die Hälfte zusammengedrückt (Gasgesetz von Boyle-Mariotte). Nimmt man nun Luft von einem Gerätetaucher, so füllt sich die Lunge wieder, denn der Gerätetaucher atmet immer den Luftdruck ein, der dem Druck seiner Umgebung entspricht. Würde man in diesem Zustand auftauchen, so wäre die Lunge, einmal an der Wasseroberfläche angekommen, doppelt gefüllt. Der Druck in der Lunge wäre 2 bar. Schon bei einem Überdruck von nur 0,13 bar würde die Lunge reißen. Deshalb muss man während des Auftauchens die überflüssige Luft ablassen.

Übersicht von Lunge und Brustwand (von vorne gesehen):

Bildquelle 5 (siehe unten).
Bildquelle 5 (siehe unten).

1  Luftröhre

2  rechter und linker Hauptbronchus

3  rechter Oberlappen

4  rechter Mittellappen

5  rechter Unterlappen

6  linker Oberlappen

7  linker Unterlappen

8  Mittelfeld (Mediastinum)

9  Zwerchfell

10  Rippen

11  Lungenfell

12  Brustfell

13  Pleuraspalt


Übersicht von Lunge und Brustwand bei einem Pneumothorax rechts:

Bildquelle 6 (siehe unten).
Bildquelle 6 (siehe unten).

Rechte Lunge praktisch außer Funktion.

 

1  Alveolendurchbruch Richtung Pleuraspalt

2  Hohlraum (Vergrößerung des Pleuraspaltes)

3  verkleinerte Lunge

 

Durch das Eindringen von Luft in den Pleuraspalt schrumpft die rechte Lunge zusammen.

Übungsfrage

Wie soll aufgetaucht werden, wenn unter Wasser Luft aus einer Gerätetauchausrüstung eingeatmet wurde?

Bildquellen:

5) DLRG e.V. (Hrsg.): Theorie für Schnorcheltaucher. 6. Auflage 2003. Seite 10.

6) DLRG e.V. (Hrsg.): Theorie für Schnorcheltaucher. 6. Auflage 2003. Seite 11.