A

ACS

siehe: Akutes Koronarsyndrom


Akutes Koronarsyndrom

von engl.: acute coronary syndrome (ACS)

Umfasst hauptsächlich drei Krankheitsbilder aufgrund ihrer in der Notfallmedizin zunächst häufig nicht unterscheidbaren Symptomatik: die instabile Angina pectoris, den Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) und den ST-Hebungsinfarkt (STEMI). Der akut einsetzende und anhaltende Thoraxschmerz, häufig mit Ausstrahlung in den linken Arm, stellt dabei das Leitsymptom dar.


Anamnese

Die Anamnese umfasst das Erfragen und die Aufzeichnung der Beschwerden und (Leidens‑)Geschichte des Patienten. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Situation, wobei in Notfällen häufig nur eine kurze Anamnese erfolgt, um (lebens‑)wichtige Maßnahmen nicht zu verzögern. Sie dient allerdings nicht nur der Diagnosefindung, sondern kann für viele Patienten bereits Teil der Therapie sein: Oft erfährt er der Patient bereits eine Entlastung, wenn er frei über seine Beschwerden berichten kann. Die Anamnese ist häufig der erste Kontakt zwischen Arzt und Patient; sie legt den Grundstein für eine gute Beziehung.



H

Hypotonie

Als Hypotonie bezeichnet man Blutdruckwerte unterhalb von 100/60 mmHg. Im Gegensatz zur Hypertonie besteht jedoch nur beim Auftreten von Beschwerden Handlungsbedarf von ärztlicher Seite.

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Hypotonie - Ein Therapiealgorithmus
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P

Palpitationen

Als Palpitationen bezeichnet man Herzaktionen, die vom Patienten selbst als ungewöhnlich schnell, angestrengt, kräftig oder unregelmäßig wahrgenommen werden. Sie können harmlos sein oder Krankheitswert besitzen und bedürfen häufig einer weiteren diagnostischen Klärung.



S

Schellong-test

Blutdruckmessung im Liegen und im Stehen zur Prüfung, ob eine physiologische Orthostase-Reaktion (Herzfrequenzzunahme beim Wechsel vom Liegen ins Stehen, um einem Absinken des Blutdrucks entgegenzuwirken) vorliegt.


synkope

Eine Synkope ist der plötzlich auftretende Verlust von Bewusstsein und Muskeltonus mit rascher, spontaner und kompletter Erholung innerhalb weniger Sekunden. Die Synkope ist Ausdruck einer vorübergehenden globalen zerebralen Minderperfusion infolge verschiedener Mechanismen: Vermindertes Herzzeitvolumen (kardiale Synkope), pathologischer neurokardiogener Reflex (Reflexsynkope) oder orthostatische Hypotonie (orthostatische Synkope). Als Basisdiagnostik erfolgen bei jedem Patienten Anamnese und körperliche Untersuchung sowie EKG und Schellong-Test. Lässt sich der Mechanismus dadurch nicht klären, ist weiterführende Diagnostik wie bspw. eine Echokardiographie oder Kipptischuntersuchung notwendig. Da kardiale Synkopen mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod einhergehen, müssen Risikopatienten identifiziert und entsprechend ihrer Grunderkrankung therapiert werden.