klinisches Follow Up

Transport in die Klinik

Nach Anbringen der Defibrillationselektroden und Anlage eines periphervenösen Zuganges erfolgte der Transport des Patienten aus der Wohnung in den Rettungswagen. Dort wurde ein 12-Kanal-EKG angelegt, das aufgrund der hohen Frequenzen jedoch keine wesentlichen neuen Informationen lieferte. Der Patient erhielt Amiodaron 150mg langsam i.v., was zu einer Reduktion der Herzfrequenz auf ca. 140/min führte. Hierunter besserte sich echokardiografisch die Pumpfunktion des Herzens und die peripheren Pulse wieder tastbar. Der oszillometrisch gemessene Blutdruck lag bei 100 mmHg systolisch. Der Transport in die Klinik erfolgte ohne Vorkommnisse.

Interdisziplinäre Notaufnahme

 Die Vorstellung des Patienten erfolgte in Begleitung des Notarztes mit einer Breitkomplextachykardie bei ausreichenden Kreislaufverhältnissen. Nach der orientierenden Untersuchung erfolgte eine elektrische Kardioversion unter Analgosedierung mit Sufentanil und Midazolam, die zur Konversion in einen Sinusrhythmus führte.

Im folgenden 12-Kanal-EKG zeigt sich ein Linksschenkelblock mit folgendem Bild:

Auszug aus der S3-Leitlinie "Ventrikuläre Arrhythmien und Prävention des plötzlichen Herztodes (2015)":

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Leitlinie Ventrikuläre Arrhythmien und Prävention des plötzlichen Herztodes (2015)
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